Weidgerechte Bejagung - Jagdzeiten in Osttirol

 

"Unsere heimischen Wildtiere"

 

          Beim Klicken auf den Namen des Wildtieres gibt es detailiertere Informationen.

  •  Haarwild/Schalenwild
  • Rotwild 

    Das Rotwild ist in Tirol die größte Schalenwildart. Früher Steppentier, heute fast ausschließlich im Wald zu finden, wird das Rotwild immer weiter zurüchgedrängt.  Gründe: Strassenbau, Siedlungen, Tourismus; Man unterscheidet zwischen Hirsch, Tier, Wildkalb (weibliches Junge) und Hirschkalb (männliches Junge). Körperbau und das Verhalten im Revier und gegenüber Artgenossen geben Auskunft über das Alter eines Stückes. Beim Hirsch kann auch noch das Geweih zur Altersschätzung herangezogen werden, beim erlegten Stück anhand des Zahnabschliffes. Die Brunftzeit - also die Paarungszeit - findet im September-Oktober statt. Nach einer Tragzeit von 34 Wochen kommen im Mai/Juni die Kälber zur Welt. Sommerdecke: hellbraun bis rotbraun; Winterdecke: hellgrau bis schwarzgrau;

Das Rehwild ist die am Häufigsten vorkommende Wildart in unserem Revier. Unterschieden wird zwischen Bock, Geiß und Kitz; Das Alter eines Rehbockes wird nicht, wie oft falsch erklärt, an den Trophäen erkannt, sondern an Hand von äußeren Merkmalen, wie Körperbau und Verhalten und am Zahnabschliff. Die Brunftzeit - also die Paarungszeit - findet von Mitte Juli bis Mitte August statt. Die Kitze kommen nach ca. 41 Wochen Tragzeit (davon ca. 18 Wochen Eiruhe) im Mai bis Juni zur Welt. Sommerdecke: rotbraun; Winterdecke: grau;

Das Gamswild ist ein ziegenähnlicher Hornträger und kommt im gesamten Alpenbereich vor. Das Gamswild ist besonders gut für das Leben in der Felsregion ausgestattet. Gamswild ist tagaktiv, über Mittag und in der Nacht ruht das Gamswild. Man unterscheidet zwischen Bock, Geiss und Kitz. Gamswild verfärbt zweimal pro Jahr, im Frühjahr und im Herbst. Die Sommerdecke hat kürzere fahlgelb gefärbte Grannenhaare, der Aalstrich (vom Haupt über Rücken bis zum Wedel), die Läufe, die Bauchunterseite und die Zügel am Haupt sind dunkel bis schwarz gefärbt. Die Zügel sind zwei vom Kruckenansatz über die Lichter bis zu den Äserwinkeln reichende schwarze Streifen. Im Winter sind die Grannenhaare schwarz gefärbt, nur die Maske am Haupt und der Spiegel sind weiss. Die langen Grannenhaare mit den weissen Spitzen (Reif) am Aalstrich des Wintergamsbockes werde als Bart bezeichnet. Wie bei allen horntragenden Wildarten hat auch die Geiss eine Krucke. Die Schläuche wachsen jährlich tütenartig ineinander und sitzen auf verknöcherten Stirnzapfen. Mit dem 5. Lebensjahr ist das Kruckenhauptwachstum abgeschlossen, ab diesem Zeitpunkt wächst die Krucke nur mehr wenige Milimeter im Jahr. Das Geschlecht kann man wie erwähnt an der Krümmung der Schläuche erkennen, jedoch kann dies nicht immer einwandfrei bestimmt werden, da es bockgehackelte Geißen und geißgehakelte Böcke gibt. Die Brunftzeit findet im November statt. Nach einer Tragzeit von 26 Wochen wird im Mai-Juni in der Regel ein Kitz gesetzt.

 

  • Hühnerwild

Das Auerwild ist der größte Vertreter unserer Waldhühner. Auerwild ist Kulturflüchter und bevorzugt ruhige und ungestörte lichte Waldungen. Der Auerhahn trägt wie bei vielen anderen Federwildarten ein Prachtgefieder. Die Henne ist einfach und schlicht gesprenkelt. Beim Auerhahn kennen wir verschiedene Laute in der Balz: Das Knappen, Den Triller, Den Hauptschlag und Das Schleifen oder WetzenFeinde des Auerwildes sind: Fuchs, Dachs, Marder,Habicht, Adler, und auch der Mensch.Balzzeit ist im April-Mai, Brutdauer 4 Wochen, im Gelege befinden sich 4-10 Eier.

Das Birkwild ist in Tirol Hochgebirgsbewohner im Bereich der Waldgrenze und darüber. Der Hahn trägt ein Prachtgefieder welches am Hals, Brust und Hinterrücken schwarzdunkelblau-metallisch glänzend aussieht.Die Schwingenoberseite ist schwarzbraun mit einer weißen Binde und besitzt am Flügelbug einen weißen Fleck (Spiegel) Während der Balzzeit sind die Balzrosen, welche oberhalb des Auges stark rot leuchten, sehr auffallend. Die Henne ist kleiner als der Hahn und ist tarnfarbenähnlich gefleckt. Als Balzlaute kennen wir Das Blasen, Das Rodeln, oder Kullern. Der Birkhahn balzt auf dem Boden, überstellt dann zur Sonnenbalz auf einen niederen Baum. Die Balzzeit ist im April-Mai, Brutdauer ca. 4 Wochen und im Gelege finden sich 7-10 Eier.

Beide Geschlechter sind im Wintergefieder weiss. Das Schneehuhn besitzt schmale lange Schwingen, dadurch kann es relativ schnell und weit fliegen. Der Hahn weist im Gegensatz zur Henne zwei schmale schwarze Zügelstreifen vom Schnabel bis hinter die Augen auf, über den Augen hat der Hahn noch die RosenDas Federkleid ist im Sommer auf Kopf, Hals, Rücken und Vorderbrust dunkelbraun mit weissen und gelblichbraunen Querbinden, Flecken und Tupfen. Die meisten Flügelfedern sind auch im Sommer weiss. Lautäußerungen sind das Knarren und Knattern. Die Balzzeit ist im April/Mai, Brutdauer 3,5 Wochen und im Gelege findet man 5-9 Eier.

Das Haselwild ist das kleinste bei uns vorkommende Raufußhuhn. Es ist sehr störungsempfindlich und lebt in ruhigen, sträucherreichen Mischwäldern. Die Oberseite ist bei der Henne und Hahn graubraun, seitlich sind sie rotbraun mit dunkler Zeichnung, bauchseits sind sie heller. Der Hahn hat einen schwarzen weißumrandeten Kehlfleck, an dem die Henne eindeutig vom Hahn unterschieden werden kann. Lautäußerungen sind das Spissen, den Balzlaut des Hahnes und das Bisten der Henne. Haselwild besitzt relativ kurze Flügel und kann daher sehr wendig fliegen. Balzzeit ist im April, Brutdauer 3,5 Wochen und im Gelege befinden sich 7-10 Eier.

 

 

  • Haarwild/Hasenartige/Nagetiere

Das  Murmeltier gehört zur Familie der Hörnchen und kommt in den meisten Gebirgsstöcken der Alpen vor. Es besitzt einen sehr breitgedrungenen Körperbau, der kurze breite Kopf sitzt auf einem sehr kurzen beweglichen Hals Auf dem schwarzgrauen Köpfchen sitzen die kleinen Ohren, die sehr stark behaart sind. Der Rücken ist gelbbraun bis graubraun, die Bauchseite ist gelblichbraun. Gesichts-, Geruchs-, und Gehörsinn ist beim Murmeltier besonders ausgeprägt. Man unterscheidet zwischen Bären, Katzen und Affen (Jungtiere). Eine genaue Geschlechtsbestimmung zwischen Bär und Katze ist sehr schwierig. Als Lautäußerungen kennen wir den schrillen Pfiff als Warnlaut und das Murren als Drohlaut, in der Bärzeit kann auch das Miauen der Katze vernommen werden. Die Murmeltiere leben im Hochgebirge, auf Hochalmen in denen grabfähige Böden vorhanden sind. Mit den Vorderpranten graben sie den Bau, welcher unterschiedlich ausgestattet ist:

  • Fluchtbau:     nur einen Meter lang
  • Sommerbau:  viele Eingänge mit nur einem kleinen Kessel, Gänge nicht sehr tief
  • Winterbau:    dort wird der Winterschlaf verbracht, führt tief in die Erde in einen tiefen Kessel. Das letzte Stück von diesem Gang führt wieder bergauf, damit sich im Kessel kein Sickerwasser ansammeln kann.

Die Winterschlafzeit beträgt ca. 6-7 Monate, in der Zeit wird die Lebensfunktion verringert um Energie zu sparen. Nach dem Winterschlaf beginnt die Bärzeit, nach einer Tragzeit von ca. 5 Wochen setzt die Katze 2-6 nackte, blinde, zahnlose und zuerst taube Junge (Affen). Die Katze setzt ein Jahr nach dem Setzen von der Paarung aus und widmet sich der Aufzucht der noch nicht selbstständigen Jungen vom Vorjahr. Feinde des Murmels sind der Steinadler, Uhu und der Fuchs

 

Raubwild/Beutegreifer

 

 Rabenvögel

 Taggreifvögel

 Eulen

 

Quelle: Der Tiroler Jungjäger 2001